In ein paar Tagen ist es wieder so weit. Eine unserer neuen Veranstaltungsideen startet. Am 29. und 30.1. gehen Heiko Bartlog und ich in Essen mit dem Management Innovation Camp, einer interaktiven Konferenz an den Start. Gerade Barcamp-unerfahrene Teilnehmer fragen oft, „wie anders“ sie sich bei einer Unkonferenz denn nun tatsächlich vorbereiten oder gar verhalten müssen.  Ich habe daher einmal mein persönliches „Setup“ für die Teilnahme an Barcamps und anderen interaktiven Veranstaltungen zusammengetragen. (Eine PDF-Version dieser Zusammenstellung findest Du unter http://unconferencing.net/media/Barcamp-Setup.pdf)

Wenn man auf ein Barcamp oder eine interaktive Konferenz fährt, ist Manches anders als bei klassischen Konferenzen. Der Ablauf und insbesondere die Agendapunkte sind meist nicht so klar vorgegeben, wie man das von Businessveranstaltungen üblicher Weise gewohnt ist. Das ist natürlich nicht auf schlechte Vorbereitung des Veranstalters zurückzuführen, sondern ganz bewusst ein integraler Bestandteil des Konzepts. Interaktive Konferenzen sind nicht „Konsum“ von Informationen. Du bist nicht nur Teilnehmer, sondern vielmehr TeilGEBER. Jeder hat die Chance, die Veranstaltung selbst zu beeinflussen. Durch aktive Teilnahme an Sessions, durch den Austausch von Ideen, die Moderation einer eigenen Session vielleicht, … Insofern unterscheidet sich auch das Setup (inklusive der „Packliste“) etwas von dem für klassische Veranstaltungen. Hier meine Tipps:
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Der einfachste Punkt zuerst: die Kleiderordnung

  • Es gibt keine. Bitte trage das, was am besten zu Dir und Deiner persönlichen Stimmung und Tagesform passt. Modern, formal, casual. Wenn Du Dich wohl fühlst, bist Du in jedem Fall richtig gekleidet.
  • Wichtig: Bequeme Schuhe. Du wirst sehr lange auf den Beinen sein.
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Das DU

Du hast es vielleicht schon bemerkt: Auf interaktiven Veranstaltungen wird i.d.R. das „respektvolle Du“ gepflegt. Es erleichtert einfach allen den Umgang miteinander. Solltest Du das nicht wünschen, werden die anderen Teilnehmer diesen Wunsch selbstverständlich respektieren.
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Inhalte und Fokus

  • Um maximalen Nutzen aus der Veranstaltung zu ziehen empfiehlt es sich, wirklich die Zeit für die Veranstaltung zu reservieren und im Allgemeinen nicht für Themen aus dem Tagesgeschäft erreichbar zu sein. Smartphone, Tablet, Laptop dürfen gern an Bord sein. Aber ein wenig Selbstdisziplin, nicht auf jede geschäftliche Mail sofort antworten zu müssen, macht das Unkonferenzleben deutlich leichter.
  • Lasse Dich möglichst entspannt auf die Veranstaltung ein.
  • Schau Dir (sofern vorhanden) das Rahmenthema an. Welche Ideen oder Fragen fallen Dir dazu ein? Schreibe sie am Besten auf.
  • Erwarte das Unerwartete 😉
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Reise

  • Pro-Tipp: gedruckte Dokumente können abhanden kommen. Daher einfach alles als PDF mitnehmen, zum Beispiel in Evernote ablegen, etc.
  • Adresse der Location für’s Navi
  • Tickets für Flug/Bahn
  • Hotelreservierung
  • Zeitplan der Veranstaltung
  • Veranstaltungs-Ticket (elektronisch oder notfalls ausgedruckt)
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Location- und Event-Info

  • Informiere Dich über den Ablauf.
  • Speichere Dir den Link zur online-Agenda (sofern vorhanden) im Smartphone/Tablet
  • Notiere oder speichere Dir die Kontaktdaten der Ansprechpartner vor Ort.
  • Sofern vorab bekannt notiere Dir den WLAN-Schlüssel.
  • Prüfe (für alle Fälle) Dein Datenvolumen beim Smartphone.
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Technik und Dokumentation

  • Dein bevorzugtes Kreativwerkzeug (Block, Stifte, etc.)
  • Smartphone/Tablet/Laptop
  • Kamera und Speicherkarten
  • Zusatzakkus, Ladegeräte und Kabel (USB, HDMI, Lightning, etc.) für alle Deine Geräte
  • Adapter (insb. Mac-User: VGA-Adapter oder Mini DisplayPort)
  • Headset
  • Mehrfachsteckdose (Hotels haben fast immer viel zu wenige Steckdosen)
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Networking

  • Am Abend des ersten Tages gibt es meist eine Gelegenheit zum erweiterten Networking, Diskutieren, Menschen treffen. Oft ist dies einer der wichtigsten Teile der Veranstaltung.
  • Nutze die Gelegenheit, die richtigen Personen anzusprechen.
  • Visitenkarten nicht vergessen.
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Persönliches / Sonstiges

  • Deo einpacken (Barcamp-Tage können lang sein)
  • Kopfschmerzmittel nicht vergessen. Denn nichts ruiniert einen interessanten Tag mehr als ein brummender Kopf.
  • Es werden meist Fotos und Videos angefertigt (sowohl von Teilnehmern als auch manchmal vom Veranstalter). Wenn Du nicht abgebildet sei möchtest, weise den jeweiligen Fotografen bitte einfach nett darauf hin; er wird es respektieren.
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Essen und trinken

Musst Du in der Regel nicht selbst mitbringen. Für Verpflegung ist bei guten Veranstaltungen immer gesorgt.

Du hast noch Ergänzungen oder Anregungen?