Kürzlich hatte ich einen Post zum Thema „Kundenregistrierung gem. Covid 19-Verordnung“ veröffentlicht. Die Corona-Verordnungen der Länder lassen Gastronomen und Ladeninhaber leider bis heute im Regen stehen bezüglich der konkreten Ausgestaltung der Kundenregistrierung sowie der Aufbewahrungsfristen und der Löschregeln. Es wird darauf verwiesen, dass die #DSGVO eingehalten werden muss, man sagt den Unternehmern aber nicht, wie genau. Als wenn gerade die Inhaber kleiner Läden, Cafés und Restaurants nicht im Moment ganz andere Sorgen hätten! Alles in allem wird ein immenser Aufwand für die Unternehmen in Form von Papier und vor allem Arbeitsaufwand produziert und nicht zuletzt werden die Kunden systematisch genervt (was in der Konsequenz durchaus geeignet ist, ihnen die Laune am Restaurantbesuch oder am Shopping zu verderben).

Hinzu kommt natürlich die Unsicherheit seitens der Unternehmen, was nun genau wann und wie zu vernichten ist. Zudem stehen die Unternehmen vollkommen im Dunkel, was genau passieren muss, wenn das Gesundheitsamt tatsächlich einmal Daten anfordern sollte.

Dabei könnte es so einfach sein. Jeder hat ein Handy (zumindest ist es recht wahrscheinlich, dass an jedem Restaurant-Tisch einer dabei sein wird, der eins besitzt). Wir benutzen unsere Smartphones für alle möglichen auch sehr persönlichen Dinge – Kommunikation, Banking, Gesundheit, Sport, Shopping, Location-basierte Dienste. Warum also nicht auch für die Registrierung im Restaurant oder Laden?

Project Wizards – bisher für ihre Projektmanagement-Software Merlin bekannt – haben eine schlaue kleine App für genau dieses Problem entwickelt: Herein!

Herein! hat genau einen Zweck: Die nervige Registrierung in einer Sekunde völlig stressfrei zu ermöglichen und dabei ganz automatisch datenschutzkonform zu arbeiten.

Der Nutzer gibt einmalig seine Adressdaten in die App ein und muss sich nie wieder darum kümmern. Ab diesem Moment zeigt die App einen QR Code an (Apple-User können den Code zusätzlich auch in Wallet speichern und ihn so auf der Apple Watch nutzen).

Das Unternehmen benutzt die gleiche App im sogenannten „Inhabermodus“, womit der QR Code des Kunden beim Betreten und Verlassen der Location einfach gescannt und ggf. mit der Tisch- oder Platznummer ergänzt wird. Weiter muss nichts getan werden.

Alle Daten werden verschlüsselt auf dem Smartphone oder iPad des Unternehmens gespeichert und nach einer definierten Aufbewahrungsfrist automatisch gelöscht. Leider wird diese Frist wird von den Ländern und einzelnen Gesundheitsämtern nicht einheitlich gehandhabt. Im Normalfall bewegt sie sich zwischen 2 und 4 Wochen – der Inhaber kann dies in der App einstellen.

Auf Anforderung des Gesundheitsamtes kann auf Knopfdruck ein Export der Daten angestoßen werden. Hierbei wird eine Excel-Datei in einem Kennwort-geschützten Zip-Archiv erzeugt, die dann einfach per E-Mail an die Behörde geschickt werden kann. Alles sicher, ohne Papierkram und ohne die Notwendigkeit, sich selbst um Aufbewahrungsfristen oder die DSGVO-konforme Vernichtung der (abgelaufenen) Daten kümmern zu müssen.

Herein ist für die Nutzer kostenlos. Ladeninhaber und Gastronomen zahlen (nach einer kostenlosen Probewoche) einmalig 24,99 EUR für die Freischaltung des Inhabermodus. Zudem bietet der Hersteller kostenlose Druckvorlagen für Aushänge in verschiedenen Formaten, mit denen die Kunden auf die kostenlose App hingewiesen werden können.

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Disclaimer

Falk Schmidt ist zertifizierter Datenschutzbeauftragter und Datenschutz-Auditor. Als Lehrbeauftragter an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) vermittelt er Datenschutz-Themen an Studenten.

Die hier erscheinenden Artikel illustrieren seine private und/oder professionelle Meinung, stellen jedoch keine Rechtsberatung im Sinne des RDG dar.